Macht sauer wirklich lustig?

Wie bei den meisten Ernährungsthemen gibt es auch beim Thema „Säure-Basen-Haushalt“ unterschiedliche Meinungen. Die Standpunkte werden mitunter hartnäckig verteidigt. In der Diskussion steht dabei oft der Einfluss des Säure-Basen-Haushaltes auf den menschlichen Organismus im Allgemeinen, aber auch der Nutzen einer basischen Ernährungsweise in Bezug auf den Gesundheitszustand.

In der Praxis treffe ich vermehrt auf Menschen, die es genauer wissen wollen. Daher habe ich das Ganze jetzt zum Anlass genommen, den aktuellen Stand der Diskussion darzulegen.

Worum geht es genau?  Die Theorie:

Besteht die Ernährung eines Menschen aus wenig Gemüse und viel Fleisch, wird oft von einer möglichen „Übersäuerung“ des Körpers gesprochen. Verantwortlich sollen dafür im Speziellen Fleisch, Wurst und Käse sein. Es handelt sich dabei um Lebensmittel, denen eine hohe Säurelast bescheinigt wird. Die Säurelast ist das Maß für die Säurebildung, welches über ein Äquivalent ermittelt wird.

Da der menschliche Organismus, abhängig vom betreffenden Milieu bemüht ist, einen bestimmten pH-Wert beizubehalten hätte eine Veränderung des pH-Wertes sowohl in die eine als auch in die andere Richtung schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Durch eine hohe Aufnahme säurelastiger Lebensmittel, so zumindest die Theorie, wird der Körper stark belastet und die körpereigenen Regulationsmechanismen überfordert. Die schädlichen Säuren reichern sich dann als „Schlacken“ in den Zellen an und schränken deren Funktionsfähigkeit ein. Als Folge einer langandauernden „Übersäuerung“ werden Müdigkeit, Burn-out-Syndrom, Rückenschmerzen, Migräne, aber auch Arthritis, Gicht, Rheuma, Osteoporose, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen genannt.

Um die „Schlacken“ aus dem Körper zu schwemmen und eine „Übersäuerung“ zu vermeiden, soll eine weitestgehend basische Ernährungsweise und ein dadurch begründeter Verzicht auf säurelastige Lebensmittel sinnvoll sein.

Die Erläuterungen und Erklärungen zum Thema leuchten ein und sprechen zunächst für eine basische Ernährungsweise.

Aber…

An dieser Stelle muss allerdings erwähnt werden, dass die Theorie und die theoretischen Herangehensweise zur „Übersäuerung“ und „Verschlackung“ bereits über 100 Jahre alt ist. Weder für eine mögliche „Übersäuerung“ noch für die Ablagerung von „Schlacken“ gibt es nach aktuellem wissenschaftlichen Stand rechtfertigende Anhaltspunkte.

Puffersysteme

Die Puffersysteme kommen grundsätzlich mit großen Säuremengen klar, indem sie direkt im Stoffwechsel abgebaut und über die Atmung eliminiert werden. Bei sogenannten „fixen Säuren“ handelt sich um Säurequellen, die nicht vollständig abgebaut werden können. Daher ist eine Ausscheidung über die Nieren erforderlich. Der Anteil der „fixen Säuren“ ist in eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Käse am Größten.

Auch das Knorpel- und Bindegewebe dient als Puffer. Diskutiert werden Veränderungen der festigenden Struktur.

Erkrankte Menschen können hingegen eine Azidose („dauerhafte Übersäuerung“) entwickeln. Allerdings ist die Basis der „Übersäuerung“ in diesen Fällen die Krankheit und nicht die Ernährung.

Aus therapeutischer Sicht gibt es keine klaren Belege für den Nutzen einer basischen Ernährungsweise und den Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden. Es handelt sich lediglich um eine Theorie, die zum Großteil auf Annahmen beruht. Zudem ist zu Berücksichtigen, dass nicht nur die Ernährung, sondern auch Bewegungsmangel und Stress einen negativen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt haben. Eine Beeinflussung des Säure-Basen-Haushaltes ausschließlich über die Ernährung erzielen zu wollen, wäre daher sehr kurzfristig gedacht.

Vor- und Nachteile einer Säuren-Basen-Diät

Positiv ist, dass zur basischen Ernährungsweise viel Obst und Gemüse gehören. Außerdem liegt ein großer Fokus auf der Zufuhr von Mineralstoffen und Spurenelementen sowie der Vermeidung tierischer Produkte. Von Nachteil ist jedoch der Verzicht auf viele säurebildende Lebensmittel, die einen erheblichen Beitrag zur Energieversorgung leisten und die für lebensnotwendige Stoffwechselprozesse benötigt werden. Eine langfristige angelegte Basendiät ist daher nicht zu empfehlen. Als gelegentliche Kur kann sie ernährungsphysiologisch durchaus sinnvoll sein. Eine Alternative zu einer ausgewogenen Ernährung ist sie jedoch nicht.

Euer

Matthias

 

Quellen:

Siener R (2011): Säure-Basen-Haushalt und Ernährung. Ernährungsumschau 2011: 562-568.

Vormann J, Goedecke T. Latente Azidose: Übersäuerung als Ursache chronischer Erkrankungen. Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin 14, 90-96, 2002

Worlitschek M. Praxis des Säure-Basen-Haushaltes Grundlagen und Therapien, Heidelberg 2008

https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/saeure-basen-haushalt/

 

Hinweise zur Bestimmung des Grundumsatzes und der Energiebilanz im Leistungssport

Sport und Bewegung kurbeln den Stoffwechsel an, wodurch zahlreiche positive Effekte erzielt werden. Soweit ist das nichts Neues. Die positiven Auswirkungen und gewünschten Trainingsadaptionen können jedoch nur erzielt werden, wenn die beim Training verbrauchte Energie langfristig wieder ausgeglichen wird. Auch diese Theorie ist den meisten von uns bekannt. Aber wie sieht es in der Praxis tatsächlich aus? Helfen Ernährungsprotokolle, Formeln zum Grundumsatz und zum Gesamtenergiebedarf die Energiebilanz realistisch einzuschätzen?

Das große Problem ist, dass die genannten Verfahren und Methoden zur Bestimmung der Energiebilanz für die Normalbevölkerung entwickelt wurden. Für leistungsorientierte Sportler mit ihrer erhöhten Stoffwechselaktivität liegt keine Validierung vor. Formeln, die üblicherweise zur Grundumsatzbestimmung herangezogen werden, nehmen keine Rücksicht auf fettfreie Körpermasse oder Muskelmasse. Der Muskelanteil ist aber ein wichtiger Faktor für das Ausmaß des Grundumsatzes. Das Gleiche gilt für die Festlegung des Gesamtenergiebedarfes mit Hilfe des PAL-Wertes (physical activity level). Die zum Tragen kommende Einteilung in wenige Aktivitäts-Klassen mit marginalen Unterschieden, bezogen auf den zusätzlichen Kalorienverbauch, ist für eine Differenzierung von Sportler und Nichtsportler nur bedingt geeignet. Erst recht, wenn es um die Berechnung des Kalorienbedarfs von Leistungssportlern geht.

Zum Grundumsatz:

Der Grundumsatz wird heutzutage immer noch nach Cunningham (1980) oder nach Harris und Benedict (1918) berechnet. Die Feststellung durch eine indirekte Kalorimetrie wird nur in den seltensten Fällen oder im Spitzensport durchgeführt.

Während bei Nichtsportlern kein signifikanter Unterschied zwischen einem gemessenen Grundumsatz durch eine indirekte Kalorimetrie und der Berechnung über eine der beiden Formeln besteht, sieht das Ganze bei Sportlern schon anders aus. Die Bestimmung nach Harris-Benedict unterschätzt den Grundumsatz bei Leistungssportlern signifikant. Die Berechnung nach Cunningham erweist sich als geeigneter. Grund ist hierbei die Berücksichtigung der fettfreien Körpermasse.

Ernährungsprotokolle:

Die Methode der selbstständigen Protokollführung ist die einzige Möglichkeit das Essverhalten ohne großen Zeitaufwand zu dokumentieren. Seit den ersten Studien zum Thema Ernährungsprotokoll ist jedoch ein sogenanntes „Underreporting“ bekannt. Müssen Lebensmittelmengen geschätzt werden, wird die Menge eher unter- als überschätzt. Hinzu kommen fehlende Lebensmittel, wenn das Protokoll rückwirkend am Ende des Tages ausgefüllt wird. Eine prospektive Kohortenstudie des Zentrums für Sportmedizin, Freizeit- Gesundheits- und Leistungssport der Universität Potsdam spricht von einer unterschätzten Energiezufuhr in Höhe von durchschnittlich 17%. Zu erwähnen wäre noch, dass es dabei keinen Unterschied zwischen Nichtsportlern und Leistungssportlern gibt. Das „Underreporting“ ist also ein generelles Problem. Bei auffällig großen Abweichungen sollte zusätzlich ein Wägeprotokoll veranlasst oder eine Art Zuschlag berechnet werden.

Gesamtenergiebedarf:

Zur Bestimmung des Gesamtenergiebedarfes wird dem Grundumsatz noch die verbrauchte Energie durch Aktivitäten zugefügt. Hierzu kommt in der Regel das Wertesystem PAL zum Einsatz. Die vordefinierten Werte werden dabei einfach mit dem Grundumsatz multipliziert. Für Leistungssportler sollten jedoch anstelle der WHO- und DGE-Richtlinien die Empfehlungen des „American College of Sport Medicine“ berücksichtigt werden, welches für Spitzensportler einen höheren Intervall von 1,8 bis 2,3 vorgibt. Generell sind die Definitionen, die hinter den Werten stecken, sehr schwammig.

Sportler sollten es genau nehmen

Die Bestimmung der Energiebilanz sollte bei Sportlern insgesamt etwas detaillierter ausfallen. Zur Berechnung des Grundumsatzes möchte ich die Cunningham-Formel empfehlen. Voraussetzung ist natürlich, dass die fettfreie Körpermasse bestimmt werden kann.

Für ein aussagekräftiges Ernährungsprotokoll sollte der Sportler die verzehrten Lebensmittel und Mahlzeiten wiegen. Zugegeben, das Ganze ist sehr aufwändig. Aber nur so kann eine realistische Auswertung erfolgen, die wiederum die Grundlage der anschließenden Ernährungsbetreuung bildet.

Der zusätzliche Energieverbrauch kann mit dem PAL-Wert ermittelt werden. Allerdings ist genau zu überlegen, welcher Faktor zwischen 1,8 und 2,3 geeignet ist.

Perfektion ist nicht möglich

Insgesamt ist zu beachten, dass eine perfekte Bilanzierung nahezu unmöglich ist. Es existieren zu viele ungenaue oder unbekannte Faktoren. Dazu gehören Messfehler oder individuelle Unterschiede, die bei den meisten Verfahren nur begrenzt berücksichtigt werden können. Aber auch Lebensmitteldatenbanken liefern lediglich Durchschnittswerte und können daher die Meng der Nährstoffe nur schätzen.

Euer

Matthias

 

Quellen:

Bland & Altman (1986). Statistical methods for assessing agreement between two methods of clinical measurement. Lancet, 1, 307-310

Cunningham (1980). A reanalysis of the factors influencing basal metabolic rate in normal adults. The American journal of clinical nutrition, 33 (11), 2372-2374

Livingstone & Black (2003). Markers of the validity of reported energy intake. The Journal of nutrition, 133 (3), 8955-9205

Loucks (2004).Energy balance and body composition in sports and exercise. Journal of Sports sciences, 22 (1), 1-14

Rodriguez, DiMarco &Langley (2009). Position of the American Dietetic Association, Dietitians of Canada and the American College of Sports Medicine: Nutrition and athletic performance. Journal of the American Dietetic Association, 109, 509-527

Nahrungsergänzungen, Fluch oder Segen?

Von „Das brauchst du unbedingt!“ bis „Das ist doch alles Quatsch!“ kursieren alle möglichen Meinungen über den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln. Natürlich ist die Meinung dabei meist von den eigenen Interessen der Person abhängig, die gerade befragt wurde. Wer sich mit dem Thema Nahrungsergänzungen oder auch Sportnahrung beschäftigt, erkennt schnell, dass es ein Schwarz oder Weiß hierbei nicht geben kann.

Wie bei allen ernährungsrelevanten Fragestellungen sollten keine generellen Empfehlungen abgegeben werden. Die Lösung kann nur sein, potenzielle Anwender individuell zu betrachten. Eine Ernährungsanamnese muss daher vor einer Einnahme der Präparate erfolgen. Schließlich gilt es, den Nährstoffbedarf zunächst über die tägliche Nahrungsaufnahme abzudecken. Eine Ernährung über unverarbeitete und naturbelassene Lebensmittel und die darin enthaltene Nährstoffvielfalt kann durch keine industriel hergestellten Nahrungsergänzungen ersetzt werden. Auch dann nicht, wenn noch so schonende Produktionsverfahren zum Einsatz kommen.

Wann macht eine Substitution Sinn?

Mit der erwähnten individuellen Betrachtungsweise gehen zwei Gründe einher, die eine Einnahme von Nahrungsergänzungen rechtfertigen können.

  1. Der Energie oder Nährstoffbedarf kann aus den unterschiedlichsten Gründen nicht über die tägliche Ernährung gedeckt werden.

Prominente Beispiele sind die Substitution von Folsäure vor und während einer Schwangerschaft sowie eine unzureichende Bedarfsdeckung an Vitamin D, vor allem in den Wintermonaten und bei Senioren. Generell sind auch leistungsorientierte Sportler in dieser Kategorie zu nennen, welche oft einen erhöhten Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen besitzen.

  1. Ein Nährstoff kann in hochdosierter Form Wirkungen erzielen, die mit Mengen aus herkömmlichen Lebensmitteln nicht zu erreichen sind.

Beispielsweise gilt als gesichert, dass die Zugabe von großen Mengen Kreatin oder Beta-Alanin die Leistungsfähigkeit verbessern.

Welche Nahrungsergänzungen in welchem Maß empfehlenswert oder überhaupt notwendig sind, bedarf in jedem Fall einer gründlichen Analyse der individuellen Gegebenheiten. Es gibt jedoch durchaus Situationen, bei denen eine zusätzliche Nährstoffzugabe über synthetisch hergestellte Produkte Sinn macht.

Aufgrund bestehender Risiken in Form von Überdosierungen und falscher Produktempfehlungen sollte die Produktauswahl geschulten Ernährungsfachkräften überlassen werden.

Euer

Matthias

Ernährungsempfehlung – Eine Sau wird durchs Dorf getrieben

Zu nahezu jeder Ernährungsempfehlung gibt es meistens einen Aufschrei und Kritiker treten auf den Plan. Dieses Szenario führt zur Verunsicherung vieler Menschen. Selbst unter Fachleuten und selbsternannten Experten gibt es dann zumeist eine Menge zu diskutieren. Als Ernährungswissenschaftler bin ich in solchen Fällen gefragt und soll Licht ins Dunkel bringen.

Der hat doch keine Ahnung

Aber oftmals kenne ich die Empfehlung gar nicht, weil sie aus der Boulevardpresse oder der Onlinewelt stammt. Besonders schlimm ist es, wenn auf einer Geburtstagsfeier oder bei einem gemütlichen Beisammensein mein privates Umfeld zu fragen beginnt. Eine wilde und faktenfreie Diskussion nach Feierabend zu beenden ist dann nicht leicht. Neulich wurde eine solche Diskussion beendet, indem ein guter Freund in den Raum warf, dass doch in Sachen Ernährung jedes Jahr eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird.

Ist mir doch egal…

Ich war froh. Wie oft habe ich schon gedacht, selbst auf diese Art zu reagieren. Allerdings würde diese Gleichgültigkeit sicherlich dem Ruf der Branche und natürlich auch mir schaden und das möchte ich auf gar keinen Fall.

Warum denn das schon wieder?

Wie kommt es aber erst zu diesen zweifelhaften und diskussionswürdigen Empfehlungen? Meiner Meinung nach liegt dies daran, dass die Ernährungswissenschaft eine vergleichsweise junge Wissenschaft ist. Es war bis in die 1950er Jahre schlichtweg nicht notwendig, sich Gedanken um eine gesunde Ernährung zu machen. Priorität hatte eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln. Welcher Art war zunächst egal. Wie sollen also jetzt schon eindeutige Empfehlungen aus den bisherigen Forschungsergebnissen abgeleitet werden, wenn es zu vielen Fragestellungen gerade mal eine oder zumindest nur wenige Studien gibt.

Diese Sachlage lässt natürlich Spielraum für jede Menge Spekulationen. Selbsternannte Experten treten auf den Plan und versuchen daraus Kapital zu schlagen. Besonders bahnbrechende Empfehlungen sind die Folge.

In der Praxis sehe und höre ich so mancherlei Dubioses. Auch schlecht ausgebildete Fitness- und Personaltrainer sind anfällig für dramatische, aber nicht abgesicherte Empfehlungen und geben diese gerne an ihre Kunden weiter. Aber Warum? Die Beurteilung wissenschaftlichen Datenmaterials ist meistens kein Bestandteil der Ausbildung und der Konkurrenzkampf verleitet dazu, den Kunden mit Fachwissen beeindrucken zu wollen.

Dann gibt es noch das Problem der veralteten Empfehlung. In diesen Fällen werden völlig überholte Ratschläge aufgetischt, die schon durch zahlreiche Studien widerlegt wurden. Hier fehlt einfach das ständige Weiterbilden im Ernährungsbereich.

Weiterbilden, weiterbilden und vielleicht noch fortbilden

Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aber eines ist sicher. Im Rahmen der Ernährungstheorien wird es noch lange Zeit viele Streitgespräche geben. Ich kann für mich nur eines tun. Gut darauf vorbereiten, indem ich mich regelmäßig fortbilde und wissenschaftlich auf dem neuesten Stand bleibe. Ich hoffe meine Kollegen tun dies auch. Vielleicht haben die Uneinigkeit und ständigen Diskussionen dann irgendwann ein Ende.

Euer

Matthias

Der geölte Kaffee

Heute will ich mal einen „Geheimtipp“ für „Sportskanonen“, aber auch für „Abnehmwillige“ preisgeben. Ich nenne ihn „geölten Kaffee“. Es geht darum, die Fettverbrennung am Morgen zu unterstützen und dem durch das Hormon Ghrelin verursachten Hungergefühl nach dem Aufstehen entgegenzuwirken, ohne dabei auf die üblichen kohlenhydrathaltigen und insulinausschüttenden Lebensmittel zurückzugreifen.

Das Rezept

Ein kohlenhydrathaltiges Frühstück führt eben nun mal dazu, dass der Körper Insulin ausschüttet, um den Nährstoff in die Zellen zu bringen. Durch die Anwesenheit des Insulins wird gleichzeitig die Fettverbrennung gehemmt. Steht kein Training am frühen Morgen auf dem Programm, ist ein kohlenhydrathaltiges Frühstück nicht zwingend notwendig. Auf Kohlenhydrate am Morgen zu verzichten, kann zudem den Wunsch ein paar Kilo abzunehmen, unterstützen.

Nun zum Rezept. Grundsätzlich handelt es sich bei unserem „geölten Kaffee“ lediglich um eine aufgewertete Tasse Kaffee, welche bei Bedarf sehr gut mit einem proteinreichen Frühstück kombiniert werden kann. Der Kaffee wird dabei einfach mit gesunden Fetten bestückt. Im Fokus stehen mittelkettige Fettsäuren, die sogenannten MCT-Fette, und die Fette einer qualitativ hochwertigen Butter.

MCT-Fette kommen in größerer Menge in Kokosnussöl vor. Sie werden nicht in den Fettdepots gespeichert und stehen unmittelbar als Energie zur Verfügung. Butter von grasgefütterten Kühen sorgt für eine langanhaltende Sättigung, enthält mit den Vitaminen A, D und K2 wichtige fettlösliche Vitamine und besitzt ein optimales Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren.

Es genügt, die Tasse Kaffee mit einem bis zwei Teelöffel Kokosnussöl und ein bis zwei Teelöffel Butter anzureichern. Die Geschmacksvorliebe sollte bei der zugeführten Menge ausschlaggebend sein. Viele werden überrascht sein, wie gut die Lebensmittel miteinander harmonieren. Wer keinen Kaffee mag, der kann gerne auch auf Grünen Tee zurückgreifen.

Grüner Tee geht auch

Viele werden überrascht sein, wie gut die Lebensmittel miteinander harmonieren. Wer keinen Kaffee mag, der kann gerne auch auf Grünen Tee zurückgreifen. Generell steckt in der Kombination verschiedener Lebensmitteln viel Potenzial. In den nächsten Jahren wird sicherlich noch das ein oder andere, jetzt noch unvorstellbare Endprodukt, entwickelt. Der Fantasie sind dabei sicherlich keine Grenzen gesetzt.

Euer

Matthias

Muss es immer Bio sein? Das dreckige Dutzend!

Im ersten Teil von „Muss es immer Bio sein?“ wurden 9 Lebensmittel vorgestellt, bei denen nicht zwingend auf das Bio-Produkt zurückgegriffen werden muss. Der Anbau und/oder die Beschaffenheit dieser Produkte haben grundsätzlich eine geringe Pestizidbelastung zur Folge.

Aber Vorsicht. Es gibt natürlich auch Produkte bei denen genau das Gegenteil der Fall ist. Wir sprechen vom „dreckigen Dutzend“. Diese Nahrungsmittel sind laut „Enviromental Working Group“ nahezu mit Pestiziden bepackt. Ein Kauf der Bio-Variante macht hier durchaus Sinn.

Hier lohnt sich der Griff zur Bio-Ware

Apfel

In 99% der Fälle werden bei Untersuchungen Pestiziderückstände gefunden. Der Apfel ist damit eines der meist belasteten Nahrungsmittel. Bei den Früchten ist er sogar die unangefochtene Nummer eins. Bio-Kauf oder ein Apfelbaum im eigenen Garten wird dringend empfohlen.

Erdbeere

Auf den Apfel folgt die Erdbeere, die am zweithäufigsten belastete Frucht.

Traube

Untersuchungen haben gezeigt, dass in einer einzigen Traube 15 unterschiedliche Pestizidvarianten stecken können.

Sellerie

Nicht ganz so schlimm wie die Trauben, aber auch hier konnten Untersuchungen 13 verschiedene Pestizidarten feststellen.

Pfirsich

Sie sind weich und oft gequetscht. Ein leichtes Spiel für Pestizide in die Frucht einzudringen.

Spinat

2013 war Spinat das am zweithäufigsten belastete Gemüse.

Paprika

Das Gemüsependant zu den Trauben. 15 unterschiedliche Pestizidvarianten wurden schon willkommen geheißen.

Nektarine

Die „Environmental Working Group“ fand in jeder Nektarinenstichprobe Rückstände. Mehr muss wohl nicht gesagt werden.

Gurke

Der hohe Wassergehalt dient als Pool für Pestizide.

Kartoffel

Ernährungsphysiologisch mit vielen Vorteilen ausgestattet, ist die herkömmlich angebaute Variante jedoch mit einem hohen Pestizidanteil ausgestattet.

Cherry Tomaten

Sie sehen von außen Süß aus, sind jedoch im Inneren ein Pestizidherd.

Chilischoten

Bekannt für die stoffwechselsteigernde Wirkung des Capsaicin, demnächst aber wohl auch für die starke Pestizidbelastung.

Es lohnt sich auch mal mehr auszugeben

Hier im zweiten Teil sollen keine Nahrungsmittel verunglimpft werden. Auch oder gerade die aufgeführten Lebensmittel haben durchaus ihre guten Eigenschaften. Es gilt aber darauf hinzuweisen, dass beim Einkauf auf den Anbau und die natürliche Beschaffenheit von Nahrungsmitteln geachtet werden sollte.

Im Zweifel sollten Bio- bzw- regionale Nahrungsmittel gegenüber den herkömmlichen Varianten bevorzugt werden. Natürlich kostet das, aber in vielen Fällen lohnt es sich etwas mehr auszugeben.

Eat clean

Matthias

Muss es immer Bio sein? 9 Lebensmittel machen Konkurrenz!

Das Ernährungsbewusstsein der Menschen wird immer größer. Bio und am besten noch regional sollen die Lebensmittel sein, die am Ende des Tages auf dem Teller landen. Allerdings belasten solche „hochwertigen“ Lebensmittel auch erheblich die Haushaltskasse. Wohl dem, der über Kenntnisse in Lebensmittelkunde verfügt. Wer bei der Produktauswahl auf die natürliche Abwehrmechanismen von Lebensmittel achtet, kann bares Geld sparen. Es gibt zahlreiche Obst- und Gemüsesorten, aber auch Fleischprodukte, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nur wenig oder gar keine Spuren von Pestiziden enthalten.

Bei diesen Produkten muss es nicht immer Bio sein:

Kiwi

Die Außenhaut schützt auf natürliche Art und Weise vor Pestiziden.

Ananas

Auch hier ist es für Schadstoffe schwierig, die natürliche Verpackung zu knacken.

Mais

Trotz einer Menge Düngemittel, die den Mais zum wachsen bringen, befinden sich keine Pestizide im Endprodukt.

Spargel

Insekten und auch Keime haben kein Interesse an Spargel. Daher muss er nicht mit Pestiziden behandelt werden.

Wild

Klar, die Tiere essen zu 100% Bio, warum sollte also ihr Fleisch belastet sein.

Zwiebel

Für Zwiebeln gilt das Gleiche wie für unseren Spargel.

Süßkartoffeln

Eine Pestizidbelastung von Süßkartoffeln ist so gut wie unwahrscheinlich.

Erbsen

Der verzehrbare Anteil ist gut verpackt. Pestizide haben kaum eine Chance heranzukommen.

Rotkohl   

Auch bei Rotkohl ist ein Pestizideinsatz fast nicht notwendig.

Gute Alternative zu Bio-Lebensmitteln

Natürlich ist Bio mehr als nur die Beurteilung der Pestizidrückstände in einem Lebensmittels. Transport oder Verhalten gegenüber der Umwelt beim Anbau und der Verarbeitung sind nur zwei weitere Faktoren, die ein Biolebensmittel ausmachen. Werden die oben beschriebenen Produkte, insofern möglich, aus regionalem Anbau bezogen, dann sind sie sicherlich eine gute Alternative. Besonders für Menschen, die gerne ein paar Euro sparen möchten.

Eat clean

Matthias

SPERCO-Team beim Cross-Biathlon

Zufrieden mit dem dritten Platz
Zufrieden mit dem dritten Platz

Nicht überzeugend, aber am Ende zufrieden

Trotz mittelmäßiger Form, die Sommersaison hat schließlich gerade erst begonnen, und einiger Wehwechen aus der Wintersaison, konnte ich beim diesjährigen Cross-Biathlon in Marjoss ein Ü-30 Team an den Start schicken. Heraus kam ein passabler 3. Platz in der Firmencup-Wertung.

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Hinweis in eigener Sache: Ernährungsberatung per Email

An dieser Stelle möchte ich nochmal auf meine Versuchsdienstleistung, die Email-Ernährungsberatung, aufmerksam machen. Gerade zu Beginn der Sommersaison kann  dadurch jeder noch ein paar Körner aus sich herausholen. Ist echt eine super Sache. Traut Euch…

Weitere Infos unter:

Wie funktioniert die Beratung per Mail?

Schickt mir bei Interesse einfach eine Mail an: matthias.repp@sperco.de

 

 

 

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Die Suche nach einer Variante!

Lange habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich eine Ernährungsberatung, die zugegebener Maßen teuer, aber trotzdem für viele notwendig ist, günstig aber trotzdem individuell und professionell anbieten kann.

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Euer

Matthias

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